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ShLOW! – Show me how slow - Ideenwettbewerb des Europäischen Verkehrssicherheitsrates

Donnerstag, 03 März 2016 13:15 geschrieben von 
ShLOW! - Show me how slow ShLOW! - Show me how slow Copyight Foto: Per Wulf

Ein Student des Maschinenbaus an der Leibniz Universität Hannover gewinnt mit seinem Projekt bereits 2010 den europaweiten Ideenwettbewerb "ShLOW! – Show me how slow", den der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) ins Leben gerufen hatte.

Wir haben im Netz recherchiert und sind dabei auf folgenden interessanten Artikel gestoßen:

Deutsches Projekt gewinnt ersten Preis

Europaweiter Ideenwettbewerb "ShLOW! – Show me how slow"

Wie kann man Autofahrer davon überzeugen, vorsichtiger zu fahren und damit die Anzahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren? 45 Studierende aus zehn EU-Staaten entwickelten Konzepte innerhalb des Ideenwettbewerbs „ShLOW! – Show me how slow“, den der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) ins Leben gerufen hatte. Den ersten Platz sicherte sich Per Wulf, Student des Maschinenbaus an der Leibniz Universität Hannover, mit einem neuen System von Fahrbahnmarkierungen. Betreut wurde er von der Medizinischen Hochschule Hannover, wo er als wissenschaftliche Hilfskraft im Bereich der Verkehrsunfallforschung bei Professor Dietmar Otte tätig ist.

„Meine Idee war es, Bremswege und damit Fahrphysik für den Autofahrer sichtbar zu machen“, so Wulf. Den Verkehrsteilnehmern sollte in einer Tempo-30-Zone mittels zweier Farbmarkierungen in Form von Dreiecken die eigene Fahrgeschwindigkeit und der daraus resultierende Anhalte- und Bremsweg vor einem Fußgängerüberweg bewusst gemacht werden. So weist ein grüne Dreieck mit der Spitze nach oben circa 26 Meter vor dem Fußgängerüberweg auf den Punkt hin, ab dem der Autofahrer spätestens bremsen muss, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Diese Fläche verengt sich bis zu einem Punkt rund 14 Meter vor dem Zebrastreifen, geht in eine sich ausweitende rote Fläche über und soll signalisieren, dass ab hier ein gefahrloses Anhalten nicht mehr möglich ist. Das rote Dreieck endet mit seiner Basis auf der Höhe des Fußgängerüberweges. Schilder entlang der Straße weisen den Autofahrer bereits frühzeitig auf die Besonderheit hin, so dass auch ein Bremsen vor dem grünen Dreieck möglich ist.

Insgesamt wurden an dieser Stelle rund 4.400 Fahrzeuge pro Tag gemessen. Als wichtigstes Ergebnis konnte festgehalten werden, dass vor dem Feldversuch die Autofahrer im Schnitt zehn km/h schneller als erlaubt fuhren. Selbst am Zebrastreifen war die Durchschnittsgeschwindigkeit höher als die erlaubten 30 km/h. Und an den Wochenenden waren die Autos noch schneller unterwegs als an Werktagen.

Nach der Markierung der Fahrbahn blieben rund 55 Prozent der Fahrer am Zebrastreifen unter einer Geschwindigkeit von 30 km/h, vorher waren es lediglich 35 Prozent. Insgesamt war ein positiver Effekt auf das Verhalten der Fahrer erkennbar. Nach der Fahrbahnmarkierung und den damit verbundenen Hinweisschildern war die Geschwindigkeit bereits 80 Meter vor dem Fußgängerüberweg deutlich geringer.

Für seine Untersuchung, mit der Per Wulf deutliche Effekte zur Geschwindigkeitsreduktion nachweist, wurde er in Brüssel von Dr. Dieter-Lebrecht Koch, EU-Parlamentarier aus Thüringen und Mitglied des ETSC-Vorstands, mit dem ShLOW-Award ausgezeichnet.

Das Projekt "ShLOW!"

Initiator dieses zweijährigen paneuropäischen Forschungsprojekts ist der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC – European Transport Safety Council), unterstützt von einem Konsortium, in dem 13 Organisationen aus zehn EU-Staaten vertreten sind. Für Deutschland haben diese Aufgabe der DVR und die Medizinische Hochschule Hannover übernommen. Aufgabe der ShLOW-Partner war es, europaweit in Vorlesungen auf dieses Projekt aufmerksam zu machen und Studenten zu motivieren, sich intensiv mit dem Thema Fahrgeschwindigkeitsreduktion zu beschäftigen.

Insgesamt reichten etwa 120 Studenten ihre Vorschläge bei der EU ein. Ziel war es, eine lokale Maßnahme, Initiative oder Kampagne zu entwickeln, die direkten Einfluss auf die Geschwindigkeitsreduktion hat. 45 Studenten wurden zu einem Informationscamp nach Brüssel eingeladen, arbeiteten ihre Vorschläge weiter aus und setzten sie im Rahmen von Pilotprojekten um. Weitere Informationen unter www.shlow.eu.


Quelle Text und Bilder: http://www.dvr.de/presse/dvr_report/935_22.htm

Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/research/transport/projects/items/shlow_en.htm

 

Wichtiger Hinweis: Das Urheberrecht und Copyright der Texte und der Fotos/Grafiken liegt allein bei der Originalquelle. Sollte jemand Anstoß daran nehmen, dass wir hier einige Texte zitieren und Fotos/Grafiken verwenden, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

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Letzte Änderung am Donnerstag, 03 März 2016 16:27
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