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Im Dialog - Juni 2016 - Thema Ausbau der B26 Darmstädter Straße zur "Stadtautobahn" | Umwelt- und Verbraucherschutz | Bürgerzeitung der Stadt Aschaffenburg

Dienstag, 07 Juni 2016 21:55 geschrieben von 
Im Dialog - Ausgabe Juni 2016 Im Dialog - Ausgabe Juni 2016 Copyright: Im Dialog

Zum Thema Umwelt- und Verbraucherschutz und dem Ausbau der B26 (Darmstädter Straße) melden sich im Aschaffenburger Magazin "Im Dialog" verschiedene Fraktionen zu Wort. Wir zitieren hier einige davon und bitten Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, um ihre Meinung.

Sind Sie für oder gegen einen 4-spurigen Ausbau der Darmstädter Straße B26? Teilen Sie den Inhalt der Bürgerinitiative "Keine Stadtautobahn B26 in Aschaffenburg" oder sind Sie anderer Meinung? Begründen Sie Ihre Meinung, welche Vor- und Nachteile sehen Sie? Beteiligen Sie sich an dieser kontroversen Diskussion.

 

Aschaffenburg im Dornröschenschlaf!

Wollen wir eine lebenswerte Stadt der Zukunft mit sauberer Luft? Wollen wir den Vorrang von Bus, Rad und Fußgänger mit 1-Euro-Ticket oder Nulltarif im Stadtbus? Wollen wir weniger Kfz-Verkehr in den Wohngebieten und eine autofreie Innenstadt? Wenn wir das wollen, dann muss sich die Verwaltung und die Mehrheit des Stadtrates bewegen und sich nicht bis zur nächsten Kommunalwahl 2020 schlafen legen. Außer verwalten und kleinklein sind momentan keine zukunfsfähigen Schritte zu erkennen. Gelenkt und gestaltet wird nur im Interesse des staatlichen Bauamtes und der IHK (B26 4-spurig ausbauen und mit dem Auto bis vors Geschäft fahren!) oder im Interesse von Taxiunternehmen (Abschaffung der Nachtbusse und öffentliche Subventionierung von Privatunternehmen).

Blockiert wird beim Umstieg auf den ÖPNV. Obwohl im Klimakonzept beschlossen, wird nichts unternommen (Verdopplung der Busnutzer!). Im Gegenteil wird jetzt behauptet, bei diesen Zielen hätte man viel zu sehr auf Gutachter gehört. Auch der motorisierte Individualverkehr müsste gleichberechtigt berücksichtigt werden. Es kommt einem vor, als wird die Zeit wieder zurückgedreht. Feinstaub, CO2 und NOx-Belastung werden ignoriert.

Die Klimakatastrophe weltweit wird zwar erkannt, die eigene Verantwortlichkeit aber geleugnet. Global denken, lokal handeln - Fehlanzeige! Wir wollen praktische Schritte für eine lebenswerte Stadt in einer lebenswerten Welt! Und zwar jetzt! Die Konzepte liegen auf dem Tisch! Sowohl vom ADFC wie auch von der KI!

Johannes Büttner, Dr. Andeas Schubring,
Kummunale Initiative (KI),
info@kommunale-initiative.de,
www.kommunale-initiative.de

 

Bürgerentscheid B26 gilt uneingeschränkt!

Die Grüne Stadtratsfraktion spricht sich weiterhin gegen den vierspurigen Ausbau der B 26 am Schönbusch und die Fortsetzung der alten Planungen aus. Dieser Planung wurde aus guten Gründen in einem von der Bürgerinitiative "Keine Stadtbahn B26" und den Grünen eingeleiteten Bürgerentscheid der Aschaffenburger Bürgerinnen und Bürger 2014 mit einer satten Mehrheit von 62% eine klare Absage erteilt. Der in demokratsicher Abstimmung abgelehnte vierspurige Ausbau der B26 in Aschaffenburg gilt für die Grüne Stadtratsfraktion uneingeschränkt. Wir werden keinerlei Planungen zustimmen, die den Zielen des erfolgreichen Bürgerentscheids widersprechen. Was bedeutet das für die baldige Entscheidung im Aschaffenburger Stadtrat? Die bisherigen Planungen für einen 4-spurigen Ausbau der B26 am Schönbusch (laufende Planfeststellung) werden aufgegeben. Stattdessen soll mit einer moderaten und minimalen Ertüchtigung, vorrangig der Kreuzung am Waldfriedhof, die Anbindung des Hafens gesichert und die Leistungsfähigkeit der B26 erhalten bleiben. Es gilt für uns das Motto: "So viel wie nötig und so wenig wie möglich". Der Schwerlastverkehr ab Hafen soll dabei nach Westen zur B469/A3 abgeleitet werden, um nicht die Innenstadt mit unnötigem Durchgangsverkehr noch weiter mit Lärm und Abgasen zu belasten. Auf den unnötigen vierspurigen Ausbau am Schönbusch kann und muss verzichtet werden. Der Schönbusch als einzigartiger, kulturhistorischer Landschaftspark mit seiner unschätzbaren Bedeutung für die Lebensqualität und den Charakter unserer Stadt stehen für die Grünen nicht zur Disposition. Wir unterstützen weiterhin die Bürgerinitiative "Keine Stadtbahn B 26" und sind bereit, wenn notwendig, eine Entscheidung den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Aschaffenburg erneut vorzulegen, falls der Stadtrat erneut einen vierspurigen Ausbau am Schönbusch entgegen dem Bürgerentscheid zustimmen sollte.

Stefan Wagener, Fraktionsvorsitzender
www.gruene-ab.de

 

Ausbau Darmstädter Straße: Für Aschaffenburgs Zukunft

Jeden Tag stehen Menschen auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause auf der Darmstädter Straße (B 26) im Stau. Das nimmt viel Lebenszeit in Anspruch, die für Freizeit oder Familie fehlt. Der Stau kostet aber auch Geld und ist für höhere Umweltbelastungen verantwortlich. Für die Menschen, die die B 26 nutzen, um zu ihrer Arbeit oder nach Hause zu kommen, ist der Ausbau der Darmstädter Straße ein Gewinn an Lebensqualität.

Schulen, Zuschüsse für Kindergärten, Sportvereine oder auch Kulturveranstaltungen u.v.m. muss aus den Einnahmen der Stadt gezahlt werden. Die Höhe der Einnahmen wiederum wird entscheidend durch die Wirtschaftskraft des Standorts Aschaffenburgs beeinflusst. Deshalb muss die Attraktivität des Standorts höchste Priorität haben. Die Verkehrsanbindung des Hafens, immerhin das größte Gewerbegebiet Aschaffenburgs, ist im höchsten Maße unattraktiv.

Um unsere Wirtschaftskraft zu erhalten und um uns auch weiterhin ein lebendiges Leben in unserer Stadt leisten zu können, brauchen wir auch eine attraktive und leistungsfähige Westanbindung an die B 469 und A 3 / A 45.

Neben der B 26 ist auch die Großostheimer Straße stark belastet. Mit dem Unterschied, dass letztere direkt durch Wohngebiete führt. Die Gutachten zum Ausbau der B 26 empfehlen einen vierspurigen Ausbau, da dieser die Möglichkeiten für eine Entlastung der Großostheimer Straße schafft.

Karsten Klein, FDP,
karsten.klein@fdp-aschaffenburg-stadt.de,
www.fdp-aburg.de

 

SPD: Aktiv für Umwelt & Energie

Aus unserem Stadtratswahlprogramm:

"Wir stehen für aktiven Umweltschutz: Förderung regenerativer Energien, Erhalt der Naturschutzflächen und Frischluftschneisen, eine hohe Recyclingquote, Stärkung des Rad- und Fußgängerverkehrs und des Öffentlichen Nahverkehrs".

Was hat die SPD-Fraktion seit 2014 erreicht? Beispiele:
"Umweltbürgermeister": Unser gewählter SPD-Stadtrat und Bürgermeister Jürgen Herzing hat die Verantwortung auch für die Bereiche Umwelt und Energie übernommen.
Naturschutz, ökologisches Bauen: Wir bremsen den Flächenverbrauch beim Wohnungsbau. Es gilt: "Innenverdichtung vor Außenentwicklung". In einem Kataster sind die zu schließenden Baulücken aufgeführt. In neuen Baugebieten (Strietwald, Adlerstraße; Schweinheim, Gäßpfad; Nilkheim, Anwandeweg) nehmen wir Rücksicht auf die Natur, fördern erneuerbare Energien, führen einen ökologischen Ausgleich durch.
Die Frischluftschneisen, wie den Kühruhgraben im Osten der Stadt verteidigen wir. Ungerechtfertigte Baumfällungen (Bahnlinie in Damm, Obernau, Brombeergraben) prangern wir an und sorgen für Neupflanzungen durch die Verursacher.
SPD-Experten: Naturschutz, Leonie Kapperer; Bauen, Karl-Heinz Stegmann; Energie, Jürgen Herzing.
Rad- und Fußverkehr, Busverkehr / ÖPNV: Die erste "Fahrradstraße" entsteht, und zwar entlang der "Brentanoachse" Schweinheimer Straße / Hockstraße. Zukünftig sollen bis zu 20 Prozent der Verkehre per Rad erledigt werden. Wichtig: Öffnung von Einbahnstraßen, rücksichtsvolles (!) Fahren in der Fußgängerzone, Straßenaufteilung verändern. Wir wollen Gehsteigparken einschränken, das die Fußgänger und den Busverkehr behindert. Den Bus machen wir durch Linien in neue Baugebiete für mehr Menschen attraktiv. Das Sammeltaxi unterstützen wir.
Nachfragen: Verkehrsplanungen, Dr. Erich Henke; Rad, Wolfgang Giegerich; ÖPNV, Anne Lenz-Böhlau; Fußgänger, Walter Roth

Vorsitzender Wolfgang Giegerich,
Telefon 0175 402 99 88,
Geschäftsführer Walter Roth,
0173 65 19 152; www.spdfraktion.de

 

Die jeweiligen Inhalte verantworten die Parteien selbst und spiegeln nicht zwingend die Meinung von SafeStreets.de wider.

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Letzte Änderung am Donnerstag, 16 Juni 2016 15:25
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